.

Veranstaltungen

Am 12. Dezember 2018 referierte Michael Müller, Staatssekretär a. D., Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschland, Mitglied in zahlreichen wissenschaftlich-politischen Kommissionen des Bundestages zum Thema

 

 

Ein Jahrhundert der Nachhaltigkeit oder ein Jahrhundert der Selbstzerstörung?"

 

Veranstalter waren das „Haus Wasserburg“ , der „Themenschwerpunkt Schöpfung in der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier“ sowie Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V..

 

Eine Kurzfassung des Vortrages finden Sie nun hier:

 

Dieses Video wurde freundlicherweise durch Blühtopia erstellt.


"Oikocredit - in Menschen investieren!"

 

In den letzten Jahren ist die Entwicklungsproblematik  der Schwellen- und Entwicklungsländer immer mehr in den Fokus gerückt. Oikocredit verfolgt klare Ziele: Entwicklung fördern, Armut bekämpfen, Ressourcen gerechter zu verteilen und so eine nachhaltige, posi­tive Veränderung in den Ländern des Globalen Südens herbeiführen. Zur Entwicklungsförderung werden Kredite an Partnerorganisationen vergeben, die erst durch das Kapital von Privatpersonen und Institutionen ermöglicht werden. Die Partnerorganisationen wie­derum geben Kleinkredite an benachteiligten Bevölkerungsgruppen, sind landwirtschaftliche Kooperativen oder Fair Handelsunternehmen.

 

Den Vortrag von Frau Gisela Menden, Referentin für Öffentlichkeits­arbeit bei Oikocredit Westdeutscher Förderkreis e.V., vom 06.11.2017 können Sie hier (Größe: 10.11 MB; Downloads bisher: 165; Letzter Download am: 12.11.2019) herunterladen.


Schimmel in Kirchen und Orgeln

 

Dr. Lothar Grün, Sachverständiger für Luftverunreinigungen und Schimmelpilze in Innenräumen, referierte zum Thema Schimmel in Kirchen und Orgeln für das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V.

 

Porträt Dr. Grün, ReferentMehr als 30 Teilnehmer hatten sich in der Kirchengemeinde St. Georg in Urmitz eingefunden, um sich zu informieren und mit dem Fachmann zu diskutieren. Das große Interesse ist ein Indiz für die Aktualität des Themas. Ob aber das Problem von Schimmel in Kirchen und Orgeln heutzutage vermehrt auftritt, lässt sich nicht mit Untersuchungen und Statistiken belegen. Da entsprechende Erhebungen fehlen bzw. gerade erst angestoßen wurden. Allerdings ist eine Zunahme von Anfragen an den Spezialisten zu verzeichnen und eine stärkere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Um es vorwegzunehmen es gibt kein "Patentrezept" gegen Schimmel, dafür ist die Zahl möglicher Faktoren, die Einfluss nehmen zu groß. Es sind also Einzelfallbetrachtungen nötig und Messungen in den Gebäuden, um mögliche Ursachen zu ermitteln und dann gezielt entgegen zu wirken. Entwarnung konnte der Experte im Hinblick auf die Belastung der Luft durch die Schimmelpilze in solchen Räumen geben. In der Regel stellen sie für eine gesunde Person, die sich ja nur eine begrenzte Zeit in einer Kirche aufhält keine Gefahr dar.

 

Wie kommt es nun eigentlich zu einem Befall mit Schimmelpilzen. Die Sporen sind grundsätzlich immer in der Luft vorhanden. Treffen diese auf organische Substanzen "auch Staub ist ein geeigneter Nährboden" und herrscht eine relative Luftfeuchte von mehr als 70 % so braucht es nur noch eine ausreichend hohe Temperatur und es kommt zum Schimmelbefall. Je ungünstiger die Bedingungen für das Pilzwachstum umso länger braucht es, bis der Befall augenscheinlich wird.

 

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass der Schimmel oberflächlich wächst und nicht zur Zerstörung von Holz führt. Weiterhin findet er sich verstärkt auf horizontalen Flächen und selten an senkrechten. Das ist auf die Ablagerung von Staub auf den waagerechten Flächen zurückzuführen, der Feuchtigkeit bindet und damit die Bedingungen für den Pilz verbessert. Die erforderliche Feuchtigkeit kann aus baulichen Mängeln und dem Raumklima resultieren. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Beobachtung, dass in vielbesuchten Kirchen (Wallfahrtskirchen) Schimmel kein Problem ist, während in Kirchen die nur selten genutzt werden, deutlich öfter ein Befall festzustellen ist. Eine Erklärung hierfür ist die Durchmischung der Luft durch die Besucher. Der Tipp das durch Ventilatoren zu simulieren greift leider nicht, da diese deutlich mehr Staub aufwirbeln, der ja zur Schimmelbildung beitragen kann.

 

Dreh- und Angelpunkt scheint aber die Luftfeuchte zu sein. Diese wird von den verschiedenen Bau- und Ausstattungsmaterialien unterschiedlich stark aufgenommen und dann wieder verzögert abgegeben. Ein einmaliges Lüften bringt nur etwa 1/3 der eingetragenen Feuchtigkeit aus dem Gebäude, 2/3 sind zunächst an die Oberflächen gebunden und werden erst dann nach und nach wieder abgegeben. Es ist also sinnvoll dann mehrmals zu lüften und natürlich nur dann wenn die Luftfeuchtigkeit innen höher ist als in der Außenluft. Messungen haben gezeigt, dass gerade in den Übergangszeiten Probleme mit der Luftfeuchte auftreten. Hier könnte eine Beheizung auf etwa 3° Celsius mehr als die Umgebungstemperatur und ein automatisiertes Lüften Abhilfe schaffen. Die Entlüftung sollte aber Feuchte gesteuert sein, damit nur dann gelüftet wird, wenn die absolute Luftfeuchte außen geringer ist als im Raum.

 

Die anschließende, lebhafte Diskussion zeigte, dass sich viele der Besucher bereits mit dem Thema beschäftigt hatten und aus der Praxis berichten konnten. So wurde auch die These diskutiert, ob die in der Neuzeit eingebrachten Baumaterialien u.a. auch Farben zu dem Problem beigetragen haben. Die in der Vergangenheit eingesetzten Kalkmörtel, Kalkputze und Kalkfarben bieten dem Schimmel per se keine geeigneten Bedingungen. Gips haltige Baustoffe  hingegen bieten den Schimmelpilzen bessere Lebensbedingungen. Darüber hinaus haben diese Baustoffe und die modernen Farben abweichende Aufnahme- und Abgabe-Fähigkeiten in Bezug auf Luftfeuchte und können dadurch zur Schimmelbildung beitragen. Hier sollte also bei der Materialwahl stärker darauf geachtet werden, ob diese im Hinblick auf ihre Eigenschaften zueinander passen.

 

Das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel dankte dem Referenten für den interessanten Vortrag, der die Vielschichtigkeit des Problems beleuchtete und dazu beiträgt zu erkennen, dass es keine Universallösung gibt.

 

Hier (Größe: 2.11 MB; Downloads bisher: 286; Letzter Download am: 07.11.2019) können Sie den Vortrag von Dr. Grün herunterladen.


Informations- und Auftaktveranstaltung Energiesparen in Kirchengemeinden am 22.11.2016 - Download der Unterlagen

 

Am 22. November führte das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. die Informationsveranstaltung "Energiesparen in Kirchengemeinden" zum Auftakt der 7. Projektrunde in der Kirchengemeinde St. Peter in Koblenz Neuendorf durch.

 

Im Nachgang zu dieser Veranstaltung möchten wir Ihnen wie vereinbart einige Informationen bereitstellen:

 

1)    Vortrag (Größe: 652 kB; Downloads bisher: 643; Letzter Download am: 07.11.2019) von Hartmut Baden, in dem das Projekt Energiesparen in Kirchengemeinden  "Ziele, Umsetzung, Erfolge" vorgestellt wird.

 

2)    Arbeitspapier (Größe: 160 kB; Downloads bisher: 620; Letzter Download am: 09.11.2019) Vorbereitung  auf einen Energiecheck für Liegenschaften Ihrer Gemeinde, welches in der Sitzung ausgeteilt wurde.

 

3)    Förderung der Heizungsoptimierung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (Größe: 404 kB; Downloads bisher: 259; Letzter Download am: 07.11.2019). Dies erfolgt durch den Einbau von modernen, hocheffizienten Pumpen bzw. die Durchführung des hydraulischen Abgleichs, der die Wärme im Gebäude optimal verteilt.


Das Förderprogramm hat zum Ziel die Heizungseigentümer durch attraktive, nicht rückzahlbare Zuschüsse zu motivieren, ineffiziente Pumpen zu ersetzen und Optimierungsmaßnahmen am gesamten Heizsystem durchzuführen. Es leistet somit einen wesentlichen Beitrag zu einer wirtschaftlichen und das Klima schonenden Wärmeversorgung des Gebäudebestandes. Lesen Sie mehr hierzu im beigefügten Informationsblatt. Antragsberechtigt sind auch Kirchengemeinden. Diese Förderung greift nach aktuellen Informationen auch - anders als am 22. Nov. gesagt - für die Kirchen selbst.

 

4)    EnergieBewusst in die Zukunft (Größe: 1.62 MB; Downloads bisher: 278; Letzter Download am: 11.11.2019), Information des Bistums Trier zur Klimainitiative des Bistums. Das Bistum Trier und das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. stehen im engen Kontakt, um sicher zu stellen, dass die Energiechecks, die im Rahmen des Projektes Energiesparen in Kirchengemeinden durchgeführt werden, auch durch das Bistum im Rahmen der Klimainitiative des Bistums anerkannt werden.

 

Sollten Sie sich am Projekt Energiesparen in Kirchengemeinden des Umweltnetzwerks Kirche Rhein-Mosel e.V. beteiligen wollen, freuen wir uns über Ihre Interessensbekundung. Wir bemühen uns, seitens des Netzwerkes alle interessierten Kirchengemeinden zu berücksichtigen. Je früher die Rückmeldung an uns erfolgt, umso besser können wir sicherstellen, dass die Energiechecks der Gebäude noch in dieser Heizperiode durchgeführt werden können. Für die Kirchengemeinden fallen folgende Kosten an: 200 ? pro untersuchter Liegenschaft. Dieser Beitrag reduziert sich für Kirchengemeinden, die Mitglied im Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. sind, auf 100 ? (Der jährliche Mitgliedsbeitrag beim Umweltnetzwerk Kirche orientiert sich für Kirchengemeinden an der Anzahl der Gemeindemitglieder und beträgt zwischen 50 und 150 ?).


2. Kirchenfachtagung: Beim Klimaschutz genügt es nicht zu wissen, man muss auch handeln und umsetzen!

 

Kirchenfenster_Kirchenfachtagung 2016Im Edith-Stein-Haus in Kaiserslautern fand die zweite landesweite ökumenische Fachtagung für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen zu den Themen Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH statt.

 

Die Landesenergieagentur nutzte die Veranstaltung, um den rund 50 Teilnehmern aus Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen praxisnahe Tipps und Impulse zu vermitteln, wie Klimaschutzmaßnahmen in Gemeinden und Einrichtungen umgesetzt werden können, um damit einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung sowie zur Entlastung des Kirchenbudgets zu leisten.

 

In einer  Einstiegsrunde  stellten einige Kooperationspartner ihre Klimaschutzaktivitäten vor: die Bandbreite reichte von der Lebensstilkampagne "Gutes Leben. Für alle!?" über die Klimainitiative "EnergieBewusst" bis zur Initiative "Zukunft einkaufen".

 

Außerdem erhielten die Teilnehmer am Vormittag Anregungen zur Förderung von klimaschonendem Verhalten sowie zum Energie- und Umweltmanagementsystem Grüner Hahn (bzw. Grüner Gockel).

 

Der Nachmittag war vier Fachforen gewidmet. Im Forum "Heizungsoptimierung in kirchlichen Liegenschaften" wurden u.a. Stromspareffekte durch Energieeffizienz und Energiesuffizienz aufgezeigt. So appellierte Horst Billes (Ingenieurbüro für Energieberatung Billes, Karlsruhe): "Effizienz alleine reicht nicht sondern wir müssen auch an die notwendige Suffizienz denken". Suffizienz steht in der Ökologie für das Bemühen um einen möglichst geringen Rohstoff- und Energieverbrauch. Der Begriff wird auch im Zusammenhang mit dem Begriff des nachhaltigen Konsums  gebraucht.

 

Im Forum "Öko fair handeln" ging es um viele kleine Schritte und Wege zum nachhaltigen Einkauf. Hier erläuterten Katja Voss (ELAN e.V.) und Richard Band (Referent Umwelt, Klima, Energie der Ev. Kirche in Rheinland) die Sozial- und Umweltstandards beim kirchlichen Einkauf.

 

Im dritten Forum berichtete Hartmut Baden aus dem Beirat des Umweltnetzwerks Kirche Rhein-Mosel e.V. praxisnah über seine Erfahrungen aus dem Projekt Energiesparen in Kirchengemeinden, das praxisnahe Hilfestellungen für kirchliche Gemeinden und andere kirchliche Insti­tutionen bei Fragen der Energieeinsparung und der Nutzung regenerativer Energien vermittelt.

 

Im IV Forum "Potenziale und Möglichkeiten der Umstrukturierung von Kirchengebäuden" erläuterte Dekanin Barbara Kohlstruck , Evangelische Kirche der Pfalz, die wichtigsten Erkenntnisse des Planungs- und Beteiligungsprozesses im Kirchenbezirk Ludwigshafen:

 

  • Es braucht das Wissen (Finanzen, Mitgliederentwicklung, Gebäudezustand).
  • Es braucht den Willen.
  • Es braucht Personen, die das Thema auf der Tagesordnung halten ? auf allen Ebenen.
  • Es braucht Konzepte.
  • Es braucht einen langen Atem

 

Um ein Standortnetz an die veränderten Rahmenbedingungen, etwa den demografischen Wandel, an schrumpfende  Kirchengemeinden und sinkende Kirchensteuereinnahmen anzupassen.

 

Zum Abschluss stellte Sibylle Wiesemann (Klimaschutzmanagerin der Ev. Kirche der Pfalz)  Vorbildgemeinden des Jahres 2016  vor, die erfolgreichen Klimaschutz in der Praxis umgesetzt hätten. Diesen Kirchengemeinden (darunter die Prot. Kirchengemeinde Altenglan) hätten mit dazu beigetragen, dass die pfälzische Landeskirche bis zum Jahr 2015 das Ziel erreicht habe, im Gebäudebereich 25 Prozent an klimaschädlichem  Kohlenstoffdioxid einzusparen. Der Energiebeauftragte der Gemeinde Altenglan, Ernst-Otto Jöhnke, hatte seine Arbeit und die Projekte (u.a. attraktives Pfarrhaus auf dem Land: Dach gedämmt, neue Fenster, Pelletheizung und Solarthermie) seiner Vorbildgemeine vorgestellt.

 

Insgesamt wurden bisher im Rahmen der Klimaschutzinitiative der pfälzischen Landeskirche 20 Vorbildgemeinden ausgezeichnet. Auch für 2017 sind wieder Bewerbungen bei der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz möglich. Für gelungen umgesetzte Konzepte werden 1000 Euro ausgelobt.

 


Kirchenfachtagung: "Energiewende muss gelebt werden"

 

 

Thomas Pensel begrüßt die Tagungsteilnehmer

Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, bei der Eröffnung der Fachtagung "Kirchen leben Klimaschutz".

 

"Die Energiewende funktioniert nicht nur im Kopf, sondern sie muss auch gelebt werden", sagte Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH, während der ersten landesweiten ökumenischen Fachtagung "Kirchen leben Klimaschutz" am vergangenen Samstag in Vallendar. Während der Tagung hat die Energieagentur den rund 50 Teilnehmern aus Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen praxisnahe Tipps und Impulse gegeben, wie Klimaschutzmaßnahmen in Gemeinden und Einrichtungen umgesetzt werden können, um einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung sowie zur Entlastung des Kirchenbudgets zu leisten.

 

In einer Blitzlichtrunde stellten einige Kooperationspartner ihre Klimaschutzaktivitäten vor: von der Lebensstilkampange "Gutes Leben. Für alle!" über die Klimainitiative "EnergieBewusst" oder das Projekt Autofasten bis hin zum ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit unter dem Motto "Geht doch!". Außerdem bekamen die Teilnehmer am Vormittag Anregungen zur Förderung von klimaschonendem Verhalten sowie zur umweltfreundlichen Beschaffung in Kirchen und Diakonie. So appellierte Florian Hahnfeld von der Evangelischen Landeskirche in Baden: "Wir sind alle Sünder - wir können es nie 100 Prozent richtig machen, aber wir müssen anfangen, dann geht es weiter." Einen Anfang stellt zum Beispiel die Einkaufsplattform für Kirchen dar.

 

Am Nachmittag fanden vier Fachforen statt. Im Forum "Energieverbräuche in kirchlichen Liegenschaften" wurde aufgezeigt, wie ein Energie- und Umweltmanagement dabei unterstützen kann, die Energieverbräuche zu kontrollieren und langfristig zu senken. Mit einem Gesamtkonzept für den Umweltschutz wie dem "Grünen Hahn" - dem Umweltmanagementsystem für Kirchen - lassen sich zum Beispiel Zuständigkeiten regeln und die Umsetzung von selbst gesetzten Zielen besser erreichen. Im Forum "Es werde Licht - Energieeffiziente Beleuchtung von Kirchen" standen LEDs als neues energieeffizientes Instrument zur Beleuchtung von Kirchen im Fokus. So hat eine Beleuchtung mittels LED vor allem für historische Kirchenräume und deren Interieur ein geringes Schädigungspotenzial. Im dritten Forum hat Bernd Ehrhardt von der Evangelischen Kirche der Pfalz erläutert, dass Kirchen beim Thema Klimatisierung ein Sonderfall sind, da sie ursprünglich gänzlich ohne Heizung geplant und gebaut wurden. Er stellte die Vor- und Nachteile verschiedener Kirchenheizsysteme auch mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit und unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten vor. Mit der Problematik der richtigen Heizungsregelung befasste sich auch das Forum vier. Dort berichtete Dr. Fridbert Ackermann aus dem Beirat des Umweltnetzwerks Kirche Rhein-Mosel e.V. praxisnah über seine Erfahrungen aus dem Projekt "Heizungssteuerungen in Kindertagesstätten". Er zeigte außerdem Handlungsempfehlungen auf: "Mit modernen Regelungen, die unabhängig vom Hersteller für alle Heizungsmodelle eingebaut werden können, ist eine Energieeinsparung von bis zu 35 Prozent zu erreichen", sagte Ackermann.

 

Abschließend hat Thomas Zuch von der Bank für Kirche und Diakonie eG den Teilnehmern Finanzierungsinstrumente und öffentliche Förderungen für Energieeffizienzmaßnahmen in kirchlichen Einrichtungen vorgestellt.

 

Aufgrund der guten Resonanz plant die Energieagentur Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den Kooperationspartnern für das kommende Jahr eine Fortsetzung der ökumenischen Fachtagung "Kirchen leben Klimaschutz".

 

30.09.2015


 Konsumkritischer Stadtrundgang

 

Am 27.02.2015 fand mit 31 interessierten Teilnehmern ein konsumkritischer Stadtrundgang in Koblenz statt. Hierbei sollte der eigene Konsum auf soziale, ökologische und ökonomische Hintergründe beleuchtet und kritisch hinterfragt werden, wie auch Handlungsalternativen aufgezeigt werden.

 

Die Veranstaltung war ein Kooperationsprojekt des Umweltnetzwerks Kirche Rhein-Mosel e.V. mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier (KEB), der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), dem Ökonomischen Netz Rhein-Mosel-Saar, dem BUND Koblenz und dem Weltladen Koblenz.

 

Hier (Größe: 29 kB; Downloads bisher: 1164; Letzter Download am: 07.11.2019) können Sie die Pressemeldung des Bischöflichen Pressestelle des Bistums Trier zur Veranstaltung herunterladen.


Rückblick auf die Veranstaltungsreihe "Energie sparen - aber wie?"

 

 Hier gibt es einen kurzen Überblick zu den Veranstaltungen:

 

Energieeffiziente Beleuchtung in kirchlichen Gebäuden am 11.12.2013
 

Durch Matthias Schädler konnte an diesem Abend so manchem Teilnehmer ein Licht aufgehen, denn denn vielen war der Unterschied zwischen "Lampe" und  "Leuchte" nicht bewusst.

Neben Begriffsbestimmungen, Lampensystemen und Möglichkeiten der Förderung, wurde speziell auf die Beleuchtungsproblematik in kirchlichen Gebäuden eingegangen. Denn ein abendlicher Gottesdienst braucht eine andere Beleuchtungsstärke als eine Kindertagesstätte. Dennoch kann auch hier mit der richtigen "Lichtplanung" Energie eingespart werden.

 
Kirchenheizungen, 28.01.2014
 
Beheizung von Kirchen_Vortrag

Dass Kirchen beim Thema Heizungen ein Sonderfall sind, da sie gänzlich ohne Heizung erbaut

wurden, zeigte Bernd Ehrhardt. Hier wurde klar gestellt, dass die Kirchenheizung nicht für die, sondern lediglich für den Kirchenbesucher notwendig ist. Problematisch ist hierbei, dass die Heizung enorm in das Raumklima eingreift. Und ein konstantes Raumklima ist nicht nur dem Kirchenbesucher wichtig, sondern auch der Orgel, sakralen Wandmalereien oder den Kunstgegenständen.

Allen Anforderungen gerecht zu werden ist eine große Herausforderung an eine Heizung.

 
Energieeffiziente Heiztechnik, 17.02.2014
 
Cafe Atempause

Neben Grundlagen der Heiztechnik vermittelte Thorsten Henkes auch wichtige alternativen Heiztechniken, die nicht jedermann bekannt waren. Aber auch bestehende Anlagen können durch die gezeigten Tipps und Tricks in der Handhabung viel effizienter oder auch optimiert werden. Meistens liegen Fehler eben nicht in der vorhandenen Technik, sondern vielmehr in der falschen Einstellung oder sogar Bedienung.

An diesem Abend wurde den Teilnehmern eine praktische "Check-Liste" an die Hand gegeben.

 
Energetische Sanierung mit dem Schwerpunkt Dämmung, 27.03.2014
 
Frau Lill erläutert die Energieverteilung in Deutschland.

Energieeinsparung ist nicht nur durch eine effiziente Heizungsanlage zu erreichen, sondern auch durch eine sorgfältiige Dämmung, wie Claudia Lill referierte. Denn statt mehr Energie aufzuwenden, um einen Raum zu beheizen, wird es stattdessen der Energie erschwert den Raum zu verlassen. Welche verschiedenen Dämmmaterialien und -arten es gibt, wurde nicht nur anhand von Bildern, sondern auch an der Materie selbst erläutert.

Hierdurch hat ein normales Haus ein Einsparpotenzial bis zu 80%. Das größte Potenzial hat mit Abstand eine Dämmung der Außenwand (25%).

  

Insgesamt wurden an den Vortragsveranstaltungen 116 Menschen erreicht.

 

Im Fazit war dies eine spannende und gut besuchte Vortragsreihe, die fachlich nicht nur auf Kirchengebäude übertragen werden konnte, sondern auch viele Details enthielt, die auch auf den privaten Haushalt angewandt werden konnten.

 

Alle Vorträge der Referenten finden Sie auf dieser Seite.


Jahresrückblick 2013

 

Auch im letzten Jahr war das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. nicht untätig, Veranstaltungen wurden durchgeführt und Impulse gegeben, die wichtigsten Aktivitäten aus 2013 haben wir Ihnen im Jahresrückblick zusammengestellt.

 

Download: Jahresrückblick 2013 (Größe: 1.49 MB; Downloads bisher: 1735; Letzter Download am: 09.11.2019)

 

Die Tätigkeiten auf einem Blick finden Sie hier (Größe: 47 kB; Downloads bisher: 4216; Letzter Download am: 12.11.2019), in unserem Tätigkeitsbericht 2013.


Energie sparen in Kirchengemeinden

 

Informations- und Auftaktveranstaltung am 22.10.2013

 

Am Dienstag, den 22.10.2013 fand die Informations- und Auftaktveranstaltung für die diesjährige Runde des Projekts "Energie sparen in Kirchengemeinden" im Bodelschwingh-Gemeindezentrum (Koblenz, Lützel) statt. Nachfolgend finden Sie die Präsentationen der Referenten an diesem Abend:

 

 

Wie kann das Projekt in der Gemeinde vorbereitet werden?

 

Noch ehe die erste Begehung in der Gemeinde stattfindet, sollten bereits im Voraus einige Schritte zur Vorbereitung unternommen werden. Damit der Energieberater eine optimale Einschätzung über ein Objekt geben kann, sollten jegliche Informationen, Lage und Pläne bereits im Voraus zur Verfügung gestellt werden. Dies liegt auch ganz im Interesse der teilnehmenden Gemeinde: Wenn bereits eine gute Vorarbeit geleistet wurde, bleibt mehr Zeit um auf besondere Schwachstellen und Problematiken im Gebäude einzugehen.

Hierzu wurde ein Leitfaden erstellt, welcher bei der Vorbereitung auf das Projekt "Energie sparen in Kirchengemeinden" helfen soll.

 

Download: Leitfaden zur Vorbereitung des Projekts (Größe: 163 kB; Downloads bisher: 2673; Letzter Download am: 11.11.2019)

 

Sofern keine Daten der Verbräuche vorliegen, ist es nicht zu spät auch noch jetzt mit dem Erfassen der Verbräuche anzufangen. Optimal ist eine elektronische Erfassung z.B. in Form einer Excel-Tabelle, um Daten später leichter auswerten und aufbereiten (Energiecontrollin zu können. Im Folgenden finden Sie eine Mustertabelle für die Erfassung genannter Daten. Diese soll eine Starthilfe beim Energiecontrolling sein, jedoch muss die Tabelle für jede Liegenschaft individuell angepasst werden.

 

Download: Tabelle Energiecontrolling (Größe: 101 kB; Downloads bisher: 2556; Letzter Download am: 07.11.2019)


Rückblick auf die Mitgliederversammlung am 03.06.2013

 

Am Montag, den 03.06.2013 fand im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius in Kärlich die diesjährige Mitgliederversammlung des Umweltnetzwerks Kirche Rhein-Mosel e.V. (UNK) statt.

In seiner Funktion als Dechant des Dekanats Koblenz und Schirmherr des Umweltnetzwerks Kirche Rhein-Mosel e.V., gab Hr. Thomas Hüsch zu Beginn der Versammlung einen geistigen Impuls.

Im zweijährigen Turnus wurde in diesem Jahr der Vorstand wie folgt neu gewählt:

 

Vorsitzender: Manfred Brechtel

Stellv. Vorsitzender: Andreas Kirchgässner

Kassenwart: Dr. Rüdiger Kape

Schriftführer: Bernd Bodewing

Beisitzer: Josef Bokern, Hans-Joachim Salewsky, Hermann-Josef Schmidt, Lina Kopiske

 

Für den UNK-Beirat wurde Herr Christoph Deyhle nachgewählt, sodass der Beirat nun aus ihm, Fridbert Ackermann, Hartmut Baden, Renate Michel und Klaus Rogat besteht. Langjährigen Mitstreitern des UNK wurden an dieser Stelle für ihre ausdauernde Unterstützung und wichtige, wie auch richtungsgebende Arbeit gedankt. Als kurzer Rückblick auf das letzte Kalenderjahr sind folgende Aktivitäten zu nennen:

 

  • zwei Exkursionen (insg. 50 Teilnehmer)
  • zwei Vortragsveranstaltungen (insg. 75 Teilnehmer)
  • zwei Informationsstände
  • Durchführung des Projekts "Energiesparen in Kirchengemeinden"
  • Projektarbeit Fr. Marit Böker (University of Essex)
  • Kooperationsgespräche und Erfahrungsaustausche mit verschiedenen Institutionen

 

Schon während der Mitgliederversammlung wurden wichtige Impulse für die künftige Vereinsarbeit gegeben. Hierfür sorgten Hr. Brand und Fr. Schartz, welche als Gastreferenten gewonnen wurden.

 

 

Richard Brand ist Referent für Umwelt, Klima und Energie im Landeskirchenamt (evangelische Landeskirche im Rheinland, kurz Ekir). Schwerpunkte seiner Arbeit, welche der gelernte Diplom-Volkswirt seit November letzten Jahres wahrnimmt, ist zum Einen die Entwicklung eines integrativen Klimaschutzkonzepts und zum Anderen die Einführung des "Grünen Hahns". Bei seiner Arbeit unterstützt er Kirchengemeinden und kirchliche Institutionen bei der Einführung eines anerkannten Umweltmanagements, aber übernimmt auch die Gestaltung und Koordinierung eines Klimaschutzkonzepts.

Beide Themen betreffen nicht nur einen bestimmten Raum an Kirchengemeinden, vielmehr setzt sich Hr. Brand auch für eine stärkere Vernetzung innerhalb und außerhalb seines Tätigkeitsbereichs ein, dabei stieß er auf das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. .

Fr. Barbara Schartz ist zuständig für die katholische Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Trier, ihr Themenschwerpunkt ist Schöpfung. Die Katholische Erwachsenenbildung (kurz KEB) versteht sich als Träger mit einer spezifischen Weltanschauung in einem plural gegliederten öffentlichen Weiterbildungsbereich. Teilnehmenden an den Veranstaltungen der KEB werden Möglichkeiten eingeräumt, sich die formalen wie inhaltlichen Voraussetzungen zu eigenständigem Urteil, zu selbst getroffener Entscheidung und zu eigenverantwortetem Handeln anzueignen. Hierzu gehört auch das Treffen von Entscheidungen geprägt durch christliche Werte.

Lebensqualität soll nicht mehr vom "mehr von allem haben" geprägt sein. Vielmehr sollte mit viel weniger eine höhere Zufriedenheit möglich werden.

Sowohl die Evangelische Landeskirche im Rheinland als auch das Bistum Trier (insbesondere KEB) machen deutlich, wie wichtig es ist die Kirchen vor Ort im Punkt des Umwelt- und Klimaschutzes vor Ort zu begleiten, wie auch einzelne Personen und Personengruppen in ihrer Vorbildung zu unterstützen.

Zu diesem Zweck werden die Evangelische Landeskirche im Rheinland, das Bistum Trier und das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. in Zukunft eine engere Kooperation und Zusammenarbeit in Projekten und Veranstaltungen anstreben.

 

Hier (Größe: 889 kB; Downloads bisher: 2569; Letzter Download am: 11.11.2019) können Sie den Vortrag von Hr. Brand herunterladen.


"Energieeffiziente Beleuchtung" in kirchlichen Gebäuden

 

 

Vortrag Frau Lill zur energieeffizienten BeleuchtungAuch in kirchlichen Gebäuden ist die Beleuchtung ein großer Kostenfaktor. In den letzten Jahren wurden große Fortschritte bei der technischen Entwicklung einer energieeffizienten Beleuchtung gemacht. Um Ihnen dabei zu helfen, Energie einzusparen und damit nicht nur die Finanzen, sondern auch die Umwelt zu schonen, lud das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. am 28.02.2013 zu einem Fachvortrag ein, der dieses Thema behandelte. Die rund 45 Teilnehmer konnten durch die Referentin so mancher "Lichtlüge" auf die Schliche kommen.

 

Hierzu erschien auch ein ausführlicher Presseartikel im Koblenzer Umweltkurier (Kuck Mal!).

 

Den Vortrag von Frau Dipl.-Ing. Claudia Lill, Energieagentur Rheinland-Pfalz, zum Thema "Energieeffiziente Beleuchtung" können Sie hier (Größe: 5.78 MB; Downloads bisher: 3972; Letzter Download am: 11.11.2019) downloaden.

 

 


Jahresrückblick 2012

 

Auch im letzten Jahr war das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. nicht untätig, Veranstaltungen wurden durchgeführt und Impulse gegeben, die wichtigsten Aktivitäten aus 2012 haben wir Ihnen im Jahresrückblick zusammengestellt.

 

Download: Jahresrückblick 2012 (Größe: 183 kB; Downloads bisher: 2448; Letzter Download am: 12.11.2019)

 

Die Tätigkeiten auf einem Blick finden Sie hier, in unserem Tätigkeitsbericht 2012.


Förderprogramme für Maßnahmen der Energieeinsparung und Nutzung regenerativer Energien in Kirchengemeinden und Privathaushalten

 

In vielen Kirchengemeinden und in privaten Haushalten stehen energetische Sanierungen an: Fenster und Haustüren müssen erneuert werden, die Gebäudehülle soll gedämmt oder eine betagte Heizungsanlage muss ausgetauscht werden. Andernorts wird über den Einsatz von regenerativen Energien wie einer solarthermischen Anlage zur Erzeugung von warmem Wasser bzw. zur Heizungsunterstützung oder einer Heizung auf Basis von Holz nachgedacht. Für viele dieser Maßnahmen bestehen Förderprogramme die entweder in Form von Zuschüssen, oder als zinsverbilligte Kredite gewährt werden. Fördergeber können das Land Rheinland-Pfalz, oder aber der Bund sein. Dies erläuterte Frau Irina Kollert, Energieagentur Rheinland-Pfalz, am 29.11.2012 in Ihrem Vortrag.

 

Den Vortrag von Fr. Kollert finden Sie hier (Größe: 2.42 MB; Downloads bisher: 2717; Letzter Download am: 07.11.2019) als Download.


Geistlicher Impuls zur Mitgliederversammlung am 07.05.2012 vom Superintendenten Rolf Stahl:

 

Ich lese zwei Verse aus dem 1. Mosebuch, Kapitel 2 (7.15):

 

"Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. ...Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte."

 

Inmitten der Schöpfung findet sich der Mensch. Nicht als ihre Mitte, aber als ein Geschöpf. Beides neigt der Mensch zu vergessen. Dass er nicht Mitte ist, und dass er Geschöpf ist. Adam ist Mensch. Aus Erde geschaffen mit Geist beseelt. Von einem Geschlecht ist nicht die Rede und schon gar nicht von einem starken, dem Gott später aus Mitleid ein schwächeres unterordnet. Es geht um den Menschen.

 

Im Hebräischen bedeutet das Wort ADAM Mensch. Und das, woraus er entstand, heißt "ADAMAH", Erde vom Acker. Nicht Krone der Schöpfung, sondern Teil von ihr. Der Erde verbunden, und nicht über sie gestellt. Davon berichtet die Bibel. Sie tut es nicht als naturwissenschaftlicher Bericht. Sie dokumentiert weder Ausgrabungsergebnisse noch stellt sie irgendwelche Thesen zum Stammbaum des Menschen auf. Sie begründet die biblische Sicht auf den Menschen in seiner Beziehung zu Gott und zur Schöpfung. Es ist keine dem Menschen besonders schmeichelnde Sicht.

 

Die Erschaffung des Adam ist keine Triumphgeschichte des Menschen. Ein Klumpen Dreck, ein göttlicher Hauch. Das reichte als Ursprung, zumindest dem biblischen Bericht darüber. Die Menschheit selbst scheint sich mit dieser Sicht nicht sehr zufrieden zu geben. Wenn schon Teil der Schöpfung dann am liebsten deren Krone. Wenn schon Mensch, dann ein starkes Geschlecht, dem ein schwaches untergeordnet wird. Wenn schon Geist, dann einen, den man nur für sich beansprucht.

 

Von Anfang an war die Schöpfungsgeschichte der Bibel für viele ein Widerspruch gegen das eigene Selbstverständnis des Menschen Die Schöpfungsgeschichte holt uns Menschen auf den Boden zurück. Nicht auf den Boden wissenschaftlicher Tatsachen, sondern auf die Erde. Ihr sind wir durch unseren Glauben an Gottes Handeln in unserem Wesen verbunden. Diese Erdung des Menschen gehört wesentlich zum Menschenbild unseres Glaubens.

 

Wir sind nicht Krone der Schöpfung, sondern Teil von ihr. Zur Erdung des Menschen kommt der göttliche Auftrag. Mit Zerstörung und Gewalt hat der nichts zu tun. Auch nicht mit Missachtung und Geringschätzung irgend eines anderen Teiles der Schöpfung.

 

Diese biblische Sicht des Menschen ist der Teil der Botschaft, die uns Jesus Christus mit seinem Evangelium gegeben hat. Die Schöpfungsgeschichte ist kein wissenschaftlicher Beweis. Das will und kann sie aus sich heraus auch nicht sein. Sie ist Ausdruck der Liebe Gottes. Ihr verdankt sich das Leben. Und das ist ein Grund für die Ehrfurcht, die uns unser Glaube vor ihm gibt. Diese gläubige Ehrfurcht vor dem Leben darf man uns getrost abspüren. Wir haben keinen Grund, sie zu verbergen. Wenn wir sie verloren haben, lohnt sich es unbedingt, sie zurückzugewinnen. Amen.


Heizen von Kirchen

 

Aus dem aktuellen Energiebericht des Bistums Trier geht hervor, dass fast die Hälfte der Heizenergiekosten der ca. 3500 untersuchten Liegenschaften im Bistum durch Kirchengebäude bedingt ist. Dies macht die Dringlichkeit deutlich, sich mit dem Thema "Heizen von Kirchen" auseinanderzusetzen. Hier bestehen große Einsparpotentiale. Aber auch die Erhaltung von Orgeln und Kunstwerken in Kirchen setzt einen bewussten Umgang mit dem Heizen von Kirchen voraus. Niedrigere Temperaturen in Kirchen im Winter verhindern auch, dass die relative Luftfeuchte unter ein für Orgeln und Holzkunstwerke kritisches Maß absinkt. Viele Orgeln wurden in den letzten Jahrzehnten durch fehlerhaftes Heizen schwer beschädigt.

Am 06.03.2012 wurden im Rahmen dieser Veranstaltung des Umweltnetzwerks Kirche Rhein-Mosel diese Themen von Hr. Bernhard Andre aufgegriffen und die moderne Heizungsanlage der Florinskirche besichtigt.

 

Download: Vortrag von Hr. Andre zum Thema "Heizsysteme im Überlick - Das passende System zum Gebäude und zur Nutzung (Größe: 2.84 MB; Downloads bisher: 2593; Letzter Download am: 10.11.2019) "


BlockHeizKraftWerk - Effizienztechnik mit hohem Klimaschutzpotential

 

Blockheizkraftwerke stellen eine sehr effiziente Technologie dar, bei der Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt und genutzt werden können. Auch kirchliche Liegenschaften können ein sinnvoller Einsatzbereich für diese Technologie sein. Im November 2011 erläuterte Hr. Christof Bärhausen in seinem Vortrag den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung im kirchlichen Bereich, zeigte die Technik und deren Möglichkeiten auf.

 

Hier (Größe: 1.32 MB; Downloads bisher: 3372; Letzter Download am: 07.11.2019) können Sie den Vortrag von Hr. Bärhausen herunterladen.

 

Dieser Artikel wurde bereits 16863 mal angesehen.

Markus Mauthe – An den Rändern des Horizonts

18.11.2019 19:30 - 18.11.2019 22:00

Termine

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30
.

xxnoxx_zaehler

.

xxnoxx_zaehler