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Wissenswertes

Fair Heiraten

Die Ehe für alle macht das Heiraten wieder populär. Höchste Zeit, über Fairen Handel auch rund um die Hochzeit nachzudenken. 
Wussten Sie, dass das Gold für Trauringe vielerorts unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen gewonnen wird und der Abbau verheerende ökologische Schäden verursacht? Dass es in der globalen Textilindustrie sehr häufig Verletzungen von Menschen- und Arbeitsrechten gibt? Dass der wachsende Fleischkonsum den Klimawandel befördert und die Böden zerstört?  
Ein Hochzeitsfest kann das verstärken ? oder zu einer besseren Zukunft beitragen. Unsere Broschüre lädt Hochzeitspaare dazu ein, die vielfältigen Entscheidungen und Gelegenheiten zu nutzen, um ihren schönsten Tag im Leben nachhaltig und fair zu gestalten: Von der Wahl der Trauringe, der Hochzeitskleidung und -schuhe über das Hochzeitsbuffet, den Blumenschmuck und die Geschenke bis hin zu den Flitterwochen.

 

Die Broschüre wurde von Engagement Global aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

 

Sie können Sie hier ansehen und herunterladen.


Glaubwürdig wirtschaften in Kirchen

 

Die Schöpfung bewahren und ein Stück mehr Gerechtigkeit ermöglichen, dafür will das Projekt


Zukunft einkaufen


die Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen einladen, einen Beitrag zu leisten.

Informieren Sie sich auf der Seite www.zukunft-einkaufen.de.

 


Energiecheck Plus: ökologisch handeln, ökonomisch gewinnen

 

Unter diesem Motto wurde ein Gemeinschaftsprojekt der Landeszentrale für Umweltaufklärung und der Diözese Trier gestartet. In 30 ausgewählten Kirchengemeinden der Diözese Trier wurden für die Gebäude der Verbrauch von Heizenergie, Strom und Wasser und das Abfallaufkommen untersucht. Dieses Projekt wurde für Kirchengemeinden im Rhein- Moselgebiet vom ?Umweltnetzwerk Kirche Rhein Mosel? begleitet.

Das Ergebnis ist in einer Broschüre zusammengefasst, die neben den Ergebnissen der Untersuchungen Handlungsleitlinien für Kirchengemeinden und Kirchliche Einrichtungen beschreibt.


Herausgeber:
Diözesekommission für Umweltfragen des Bistums Trier in Kooperation mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz und dem BFE Institut für Energie und Umwelt.

Diese Broschüre können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen.

 

 


 

Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit


Die deutschen Bischöfe beziehen Stellung
Geleitwort Von Karl Kardinal Lehmann

Der globale Klimawandel ist bereits Realität. Die Menschen spüren seine Auswirkungen buchstäblich am eigenen Leib:

Hitze und Dürre, Stürme und Starkniederschläge, Gletscherrückgang und Überschwemmungen, Ernteausfälle und Ausbreitung von Krankheiten. Der globale Klimawandel stellt die wohl umfassendste Gefährdung der Lebensgrundlagen der heutigen und in noch viel stärkerem Maße der kommenden Generationen sowie der außermenschlichen Natur dar. Die biologischen, sozialen und räumlichen Folgen sind deshalb eine ernste Herausforderung für die Menschheit.

 

 

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Diese Schrift ist als Broschüre lieferbar.

 

Leseproben zur Schrift der Deutschen Bischofskonferenz - 22. 09. 2006

Der Klimawandel: Brennpunkt globaler, intergenerationeller und ökologischer Gerechtigkeit

Empfehlungen und Strategien

Energiesparen und erneuerbare Energien:

Die Möglichkeiten des Energiesparens (Gebäudeisolierung, Anwendung energiesparender und energieeffizienter Techniken) und des Einsatzes erneuerbarer Energien gilt es konsequent zu nutzen. Dies muss in die Richtlinien der Bau- bzw. Liegenschaftsabteilungen einbezogen werden, da hier die Klimaschutzpotenziale am größten sind. Da sich finanziell günstige Chancen meist im Kontext von Renovierungsarbeiten, die auch aus anderen Gründen anstehen, ergeben, muss dies langfristig geplant werden.

Umweltmanagementsysteme:

Umwelt- und Energiemanagementsysteme mit Berichterstattungspflicht und einem ökologischen Vorschlagswesen sollten als Standard in Gemeinden sowie kirchlichen Verwaltungen, Bildungshäusern, Caritaseinrichtungen und Orden eingerichtet werden. Eine systematische Information, Beratung, Unterstützung und Förderung hierfür wäre wünschenswert. Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen für kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fest etablieren.

Umwelterziehung und -bildung:

Bewusstseinsbildungskampagnen der kirchlichen Jugendverbände (besonders der Katholischen Landjugendbewegung), der Familien- und Frauenverbände sowie der kirchlichen Bildungshäuser, Orden und Diözesanräte verdienen mehr Wertschätzung, Unterstützung, Öffentlichkeit und strategische Bündelung. Auch das Potenzial der kirchlichen Kindertageseinrichtungen, Schulen und Hochschulen könnte noch stärker in den Dienst des Klimaschutzes gestellt werden.

Klimabewusster Einkauf:

Die Kirche hat als Großverbraucherin Marktmacht und sollte Klimaschutz-Kriterien bei dem geplanten gemeinsamen Einkauf von Diözesen, Caritas/Diakonie und Orden anwenden (z. B. Vorabforderungskampagne für ein energiesparendes Auto, Rahmenverträge für klimaverträglichen Stromeinkauf, Berücksichtigung ökologischer Aspekte in der im September 2004 gegründeten Wirtschafts- und Beschaffungsgesellschaft der Kirchen). Auch beim Einkauf von Nahrungsmitteln sollten Klima-, Umwelt- und soziale Aspekte (kontrolliert ökologischer Anbau, Regionalität, Saisonalität, Fair Trade) berücksichtigt werden.

Konkrete Klimaschutzziele:

Die Selbstverpflichtung von Pfarrgemeinden, kirchlichen Einrichtungen und Diözesen auf anspruchsvolle, aber realistische Reduktionsziele kann als Motivation für konkrete Handlungsstrategien und deren Umsetzung dienen.

Klimaschutz bei kirchlichen Großveranstaltungen:

Bei Katholikentagen sowie größeren kirchlichen Konferenzen oder anderen Veranstaltungen sollte nach dem Vorbild der Deutschen Evangelischen Kirchentage der damit verbundene C02-Ausstoß durch Unterstützung entsprechender Projekte für erneuerbare Energien, Energieeinsparungen oder Aufforstungen kompensiert werden. Dafür würde ein verhältnismäßig kleiner Betrag, z. B. von 50 Eurocent pro Tag und Person, sowie eine kompensatorische Abgabe bei Flügen genügen.

Kirchliche Entwicklungszusammenarbeit:

Klimaschutz und Solidarität mit den gegenwärtigen und künftigen Opfern des Klimawandels sollte ein integrales Thema kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit und kirchlicher Projektfinanzierung sein (sowohl bei den Hilfswerken und Missionsorden wie in den Partnerschaften von Pfarrgemeinden und Diözesen)

Auszeichnung vorbildlicher Praxis:

Mit der Auslobung eines Energie- bzw. Klimaschutzpreises könnten herausragende Beispiele für innovativen Klimaschutz in den Kirchen stärker bekannt gemacht werden (Vorbilder hierfür gibt es bereits in einigen Diözesen, z. B. in Freiburg, Paderborn, Regensburg oder Trier).

Klimabündnis:

Die katholische Kirche sollte mit der evangelischen Kirche und überkonfessionellen Einrichtungen ? mit den Klimaschutzinitiativen der EKD, des Europäischen Christlichen Umweltnetzwerkes und des Ökumenischen Rates der Kirchen ?, mit anderen Religionsgemeinschaften sowie mit Umweltverbänden und Entwicklungsorganisationen und staatlichen Einrichtungen für eine Klimaschutzkampagne in Deutschland und Europa zusammenarbeiten (z. B. nach dem Modell ?Towards sunny times? der Evangelischen Akademie Bad Boll).

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